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St.Galler Kantonsräte stellen OLMA-Rettung in Frage

Sascha Schmid: «Es fehlt eine fundierte Strategie»

Sascha Schmid im St.Galler Kantonsrat

Auf die geplante Umwandlung des Coronadarlehens in Eigenkapital angesprochen, antwortet Sascha Schmid, Vizepräsident der SVP-Fraktion:

«Es handelt sich um Geld der Bürgerinnen und Bürger, welches hier den Olma-Messen nun faktisch verschenkt werden soll.»

Grundsätzlich könne es nicht Aufgabe des Kantons sein, sich um die Finanzierung einer privaten Unternehmung zu kümmern. Doch aufgrund der aktuellen Lage der Olma-Messen sei diese Umwandlung «wohl noch die beste Lösung». Doch einfach durchwinken will Schmid diese nicht:

«Wir wollen klar aufgezeigt bekommen, welche Anstrengungen die Olma-Messen unternehmen, damit sich ihre Finanzen normalisieren werden.» 

Haben sich die Olma-Messen mit der neuen Halle übernommen? Die SVP habe bereits beim Entscheid über die neue Halle angezweifelt, ob diese nachhaltig finanzierbar sei. Damals sei versprochen worden, die Olma könne die Investition tragen. «Da nun weitere Unterstützung nötig ist, müssen wir davon ausgehen, dass sich die Olma-Messen mit der neuen Halle übernommen haben.» Das Corona-Argument lässt er nicht stehen: Jene Ausfälle habe das Kantonsparlament mit einer «grosszügigen Spezialvorlage» ausgeglichen; Stadt und Kanton leisteten je ein Coronadarlehen von 8,4 Millionen Franken. «Wir sind vor allem enttäuscht, dass es die Olma-Führung bisher versäumt hat, eine fundierte Strategie für die künftige Vermarktung und Nutzung der neuen Halle auszuarbeiten.»

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